Windwärmespeicher Nechlin

Im Nahwärmenetz Nechlin wird im Rahmen von SINTEC getestet, wie Orte mit abzuregelnder Windenergie vollständig beheizt werden können. Es ist ein Test für die größeren Städte der Region. Hier eine Live-Kamera. Es ist schlicht unmöglich, günstiger und einfacher zu heizen.

Der Speicher selbst ist ein gut isolierter Wassertank:

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Das Wärmenetz Nechlin (hier geht es zu den Infotafaln) umfasst fast alle Gebäude im Ort.  Hier ein Kurzfilm. Weiteres auch siehe hier.

Seit 2015 werden bis zu 10 GWh p.a. aus dem Windfeld Nechlin abgeregelt. Diese gilt es zu nutzen. Dafür wurde ein 1.000 m³ Warmwasser-Energiespeicher installiert und in das Wärmenetz des Ortes eingebunden. Als Energie für die Aufheizung des Speichers dient abzuregelnde Energie des Windfeldes Nechlin. Der Warmwasserspeicher wird über Heizstäbe mit 2 MW Gesamtleistung in bis in bis zu 10 Stunden auf 93 Grad aufgeheizt und gibt seine Energie dann in den nächsten 1-2 Wochen in das Wärmenetz ab. Da die Abregelung im Winterhalbjahr mehrmals monatlich erfolgt, kann so der Ort vollständig mit Windenergie beheizt werden.

Hier eine Prinzipskizze:

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Die Größe des Speichers stellt sicher, dass die hohen aber kurzzeitigen Energiemengen während der Abregelung für die nächsten Tage und Wochen zwischengespeichert werden. Die Entnahme der Wärme erfolgt durch Einkopplung in den Rücklauf des vorhandenen Wärmenetzes. Die aktuell vorhandenen Wärmequellen verbleiben für den Notfall. Berechnungen auf Basis der Verbrauchs- und Bereitstellungsdaten zeigen, dass 100 % der Heizenergie aus dem Wochen-Speicher bereitgestellt werden können.

Die Temperaturspreizung im Speicher wird nach Auslegung zwischen 60 und 93 °C angesetzt, was einer Speicherkapazität von ca. 38 MWh entspricht. Die elektrische Zuleitung erfolgt auf einer Spannungsebene von 20 kV aus dem 800 Meter entfernten Windfeld über einem Trafo 20/0,7 kV.

Die Einbindung in das Wärmenetz erfolgt über einen Wärmeübertrager mit etwa 400 kW thermischer Übertragerleistung, was etwa über der abgenommenen Wärmemenge des Ortes entspricht, d.h. ein Zuzug aufgrund günstiger Wärmelieferung ist möglich.