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Woran liegt es? Bundesrechnungshof schlägt Alarm: Probleme im Stromnetz haben sich verschärft

Der schleppende Ausbau neuer Stromleitungen stellt laut Bundesrechnungshof „ein zunehmendes Risiko für die Versorgungssicherheit dar“. Der Netzausbau halte mit dem Ausbau der Wind- und Sonnenstromerzeugung nicht Schritt.  Am 1.7.2019 hatten Netzbetreiber mitgeteilt, die Situation sei im Juni „sehr angespannt“ gewesen und habe „nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“ können.

Nun sind heute bereits die Netzentgelte in Deutschland sehr hoch. Und es soll immer noch mehr teueres Netz gebaut werden? Was geschieht hier? Nun, es ist wie folgt:

1. Es ist ein Irrtum, dass es einen Netzausbau für erneuerbare Energie geben muss. Erneuerbare Energie gibt es überall, sie kann überall gewonnen werden und muss nicht weit transportiert werden.

2. Der Netzausbau erfolgt vor allem, um den Wegfall der Kernenergie im Süden auszugleichen, weil dort gleichzeitig zuwenig Zubau an erneuerbaren Kapazitäten erfolgt.

3. Weil die Netzbetreiber eine stattliche staatlich garantierte Verzinsung von 9% genießen, haben sie ein maximales Interesse, immer mehr teuere Netz zu bauen – und ihr Gewinnstreben dabei hinter dem Vorwand zu verstecken, das sei für die Energiewende erforderlich.

4. Investitionen in erzeugungsnahe Erzeugung von Wasserstoff, also Elektrolyse direkt an den Windkraftanlagen, wurden staatlicherseits dagegen bisher verhindert. Dabei sind die Transportkosten durch Gasnetze viel kleiner als durch Stromnetze. Und gleichzeitig kann die Energie im Gasnetz gespeichert werden, was im Stromnetz nahezu unmöglich ist. Und nur so kann aus erneuerbarer Energie auch gesicherte Leistung bereitgestellt werden – aus den Speichern.

5. Der Bericht des Bundesrechnungshofes gibt auch Tipps zu Verbesserung der Lage: Stromerzeuger sollten Kosten für den Netzausbau übernehmen. Das könne den Ausbaubedarf senken und Kosten begrenzen. Das stimmt – aber das ist eine Frage der Umsetzung! Würden die Stromerzeuger gezwungen, die teueren Netze der Netzbetreiber zu bezahlen, so kämen Milliarden auf sie zu, welche auf die Stromkosten umzulegen wären – das hülfe niemandem. Der richtige Weg ist der Bau von günstigen Verbundkraftwerken mit sehr preiswerten Netzen – aber genau das wird von der Politik bislang ebenfalls eher behindert als gefördert. So ist es insbesondere ein Unding, das Stromerzeuger, welche eigene billige Netze bauen, auf den Kosten sitzen bleiben, während Netzbetreiber die Kosten ihrer viel teueren Netze auf die Stromkunden umlegen können.

Während Deutschland viel für den Ausbau erneuerbarer Erzeugung getan hat, wurden die Fragen der Energieübertragung und -speicherung bisher überhaupt nicht oder falsch angegangen. Statt immer mehr teuere Netze zu bauen, die meist kaum ausgelastet und gleichzeitig immer wieder, wenn auch selten, überlastet sind (und damit aber zum Risiko werden) kommt es darauf an, erneuerbare Energie speicherbar zu machen. Die Lösungen dafür gibt es längst: Wasserstofferzeugung und Wärmespeicherung.

Wer eine bessere Lösung kennt, möge bitte hervortreten.

So viele Irrtümer

Es ist schwer zu glauben, wieviele Irrtümer es über Windenergie gibt. Hier einige davon:

1. Warum wollt ihr weiter Subventionen, wenn ihr doch billiger als alle anderen seid?

Tatsächlich erhält Windenergie in Deutschland garkeine Subventionen, ebensowenig wie Photovoltaik. Dies hat der Europäische Gerichtshof 2019 zum wiederholten Mal entschieden. Die Vergütung nach dem Erneuerbaren Energiegesetz ist einfach eine Mindestvergütung, ähnlich dem Mindestlohn. Ohne einen solchen Mindestwert wäre es ummöglich gewesen, Wind- und Solarstrom gegen die hochsubventionierten fossilen Energiequellen durchzusetzen. Denn was ist denn die kostenlose Nutzung unserer Atmosphäre als Mülldeponie für Kohlendioxid anderes als eine gewaltige Subvention?

Und natürlich würden die Erzeuger von Wind- und Sonnenstrom sehr gern mehr als die heutige Mindestvergütung am Markt erzielen – dafür müsste Kohlendioxid aber zunächst einmal eine fairen Preis erhalten.

2. Warum verliert die Windkraft ALLE gemeinsamen Ausschreibung gegen die Photovoltaik, wenn ihr doch die günstigsten seid?

Windstrom ist nicht 1:1 dasselbe wie Solarstrom. Während heutige Windkraftanlagen in 90% der Jahreszeit mit über 3.000 Vollaststunden Strom erzeugen, kommen Solaranlagen nur auf 30% der Jahreszeit mit ca. 1.000 Vollaststunden. Für Solarstrom werden also viel mehr Speicher benötigt, um die Energie bedarfsgerecht verfügbar zu machen. Man kann etwa sagen, dass Windstrom für 6 ct/kWh etwa gleichwertig ist mit Solarstrom für 2-3 ct/kWh. Die bisherigen Ausschreibungen haben dies ignoriert, was am Anfang auch in Ordnung war. Künftig wird sich das ändern.

3. Warum gibt es in Brandenburg die ersten Photovoltaik-Projekte, die auf Subventionen verzichten, aber keinen einzigen Windpark, der ohne Subventionen geplant ist?

Zunächst siehe 1. Darüber hinaus ist es heute tatsächlich möglich, mit Solarstrom einfach an die Börse zu gehen. Das wird sich mit zunehmenden Solar-Ausbau aber wieder schnell ändern, denn da alle Solaranlagen gleichzeitig viel einspeisen, wird dies die Preis massiv drücken. Für Windkraft und Solar gilt: es sind mit fast 20 Jahren Refinanzierungsdauer sehr langfristige Investitionen, welche um so günstiger werden, je niedriger der risikobedingte Zinsaufschlag ist. Da die technischen Risiken inzwischen bekannt und gering sind, bleibt als einziges Risiko das Marktpreisrisiko. Wenn man also billigen Wind- und Sonnenstrom haben will, dann muß man das Marktpreisrisiko klein halten – und genau das tut das Erneuerbarer Energien Gesetz, welches im Wege der Ausschreibung für die preiswertesten Projekte eine 20-jähre Preisgarantie gibt.

Erst wenn die fossilen Energien in allen Energiesektoren massiv auf dem Rückzug sind und sich damit stabile Markverhältnisse einstellen, werden Windkraft- und Solaranlagen sich ohne den Schutz des EEG sicher und günstig finanzieren lassen.

4. Warum haben wir bei 7.500 MW an installieren Windkraftanlagen die höchsten Strompreise Europas?

Die Höhe der Strompreise ist eine Folge vieler staatlicher Fehlentscheidungen, welche getroffen wurden, um die fossilen Stromerzeuger am Leben zu halten. Wohin das Geld für den Strom geht, ist hier nachzulesen.

Es wird in den nächsten Jahre sehr wichtig werden, Strom viel billiger und CO2-Emissionen viel teurer zu machen. Die aktuell in Rede stehende „CO2-Bepreisung“ kündigt genau dies an. Und dann werden wir plötzlich sehen, das Deutschland einen sehr geringen Strompreis hat – sobald die viele staatlichen Umlagen und die extrem hohen Netzentgelte wieder abgebaut sind.

Die EEG-Umlage ist übrigens kein geeignetes Maß für die „Kosten der Energiewende“. Einerseits lässt sich leicht zeigen, dass erneuerbare Energie billiger sind, als fossile Energie. Andererseits ist es so, dass seit über 10 Jahren die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage etwa konstant ist. Was hat das zu bedeuten? Nun, nichts anderes, als das Wind-  und Sonnenstrom zuerst die teueren fossilen Stromerzeuger vom Markt verdrängen, daher sind die Börsenstrompreis seit 2008 quasi im freien Fall gewesen. Weil aber die EEG-Umlage nichts anderes ist, als die Differenz zwischen den erneuerbaren Erzeugungskosten und dem Marktpreis, stieg entsprechend die EEG-Umlage. Ohne erneuerbare Energien wäre unsere Stromerzeugung heute also genauso teuer, nur würde sie fast das Doppelte an CO2-Emissionen verursachen.

Und noch eines: die EEG-Umlage besteht fast aussschliesslich aus den Umlagen für Solarstrom, Biomassestrom und Offshore-Windkraft. Windkraft an Land ist nur für unter 10% der EEG-Umlage „verantwortlich“.

5. Warum behaupten die Netzbetreiber, die steigenden Netzentgelte wären vor allem auf die Entschädigungszahlungen an Windkraft-Betreiber zurückzuführen (wegen Windkraft-Überkapazitäten und daraus resultierender Zwangsabschaltung, für die der Kunde lauf §15 EEG dennoch zahlen muss).

Diese Behauptung ist eher selten – aber wenn ein Netzbetreiber dergleichen verlauten lässt, dann sicher immer im eigenen Interesse. Die deutschen Netzbetreiber erhalten nämlich eine garantierte Eigenkapitalverzinsung von 9%! Das ist derzeit etwa unendlich mal mehr, als die Sparkasse an Zinsen auf Einlagen zahlt. Ein gigantisches Geschäft! Die Netzbetreiber wollen daher immer mehr Netze bauen, weil sie damit mehr Geld verdienen als irgendjemand anders im Lande – er eben deswegen steigen die Strompreise immer weiter.

Aber damit das niemandem auffällt, ist es immer gut, möglichst viele Rechtfertigungen zu haben. Das ist der wahre Grund, warum der irrsinnige Netzausbau immer wieder mit erneuerbaren Energie begründet wird und warum steigende Netzentgelte auch wieder der Windenergie „in die Schuhe geschoben werden“.

6. Egal, wie wenig Sinn der weitere Ausbau der vorhandenen Überkapazität in Brandenburg hat – es wird immer weiter ausgebaut.

Erneuerbare Energien erzeugen derzeit etwa 250 TWh in Deutschland – aber 1.200 TWh werden benötigt. Es ist also völlig klar, das ausgebaut werden muss. Es gibt garkeine Überkapazitäten an Windstrom im Lande – es gibt nur viel zu wenig Energiespeicher! Und genau darin besteht die Herausforderung der nächsten Jahre: die günstig erzeugte erneuerbare Energie in Form von Wasserstoff dauerhaft zu speichern und jederzeit verfügbar zu machen.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da. Dark sky: Windkraft zum Verlieben.

Am 24. Mai 2019 beginnt nach 20 Jahren Arbeit die Abschaltung der Flugsicherheitsbeleuchtung in der Uckermark. Die Einbindung der Windkraftanlagen in das dark-sky-System wird nun nur noch einige Monate erfordern. Dann sieht man wieder nur noch die Sterne in der Nacht. Romantisch wie eh und je. Mehr dazu hier.

Die Geschichte von Dark Sky ist lang. Bereits 1998 mit Inbetriebnahme der ersten über 100 m hohen Windenergieanlagen war sofort klar, dass dieses helle Blinken kein Dauerzustand sein kann. Der Konflikt zwischen Windkraft und Luftverkehr, beides dank aerodynamisch geformter Flügel eigentlich Kollegen, musste irgendwie gelöst werden. Und das mit höchster Sicherheit.

Zunächst konzentrierten sich die Mitarbeiter von ENERTRAG darauf, das Licht so dunkel wie zulässig zu machen. Eine der ersten Ideen war die Flügelspitzenbefeuerung. Damit konnte der höchste Teil der Anlagen sichtbar gemacht werden, was mit einer deutlichen Verringerung der Sichtbarkeit verbunden war. Wegen der Schwierigkeiten, die Befeuerung in die Rotorblätter einzubinden, wird diese Technik vorraussichtlich erst bei sehr langen Blättern eingesetzt werden.

Dann wurde die Sichtweitenregulierung wurde eingeführt, d.h. bei klarem Wetter wurden die Lampen dunkler, bei diesigem automatisch heller. Damit wurden alle Anlagen ausgerüstet. Mit zunehmender Anzahl nahm die Wahrnehmbarkeit der roten Lichter allerdings wieder zu.

Die Lösung konnte nun nur sein, die Lichter abzuschalten, wenn kein Flugzeug in der Nähe ist – und das ist in den meisten Regionen fast immer so. Also bedarfsgerecht einschalten. Aber wie?

Es brauchte viele Jahre, viele technische Versuche und viele Abstimmungen mit Luftfahrt und Ministerien, bis die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung endlich zugelassen war. Die Schwierigkeit bestand daran, Luftfahrzeuge zuverlässig zu erkennen und ein ausfallsicheres Signal an alle Windkraftanlagen zu geben „die Luft ist rein.“

Die ersten dark-sky-Lösungen kosteten noch über hunderttausend Euro pro Anlage. Doch durch den großflächigen Einsatz ist es gelungen, die Kosten um über 90% zu senken, so dass sich jeder Betreiber nun ohne weiteres daran beteiligen kann.

Und so einfach funktioniert es: mehrere Radarsysteme mit völlig ungefährlich kleiner Leistung überwachen parmanent den Himmel und stellen für hunderte Anlagen das Signal „Befeuerung AUS“ bereit.

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Sobald ein Flugzeug erkannt wird oder aber der Signalweg zu den Windkraftanlagen unterbrochen ist, geht automatisch die Flugsicherheitsbefeuerung an.

Damit steht jedermann ein günstiges System zur Verfügung, um rechtzeitig die inzwischen im Gesetz verankerte Pflicht zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung umzusetzen.

Ein letztes Hindernis gibt es aber noch: die derzeitige Rechtslage lässt insbesondere auch  Transpondersysteme ausdrücklich zu, obwohl sie aus Gründen der Flugsicherheit nicht eingesetzt werden dürfen. Der Grund ist einfach: ein im Flugzeug befindlicher Transponder kann ausfallen, ohne dass die Information darüber die Windkraftanlagen erreicht. Damit würde die Befeuerung nicht angehen, und es käme zur Katastrophe. Obwohl Transponderlösungen nicht unbedingt günstiger sind, als radarbasierte Systeme, warten viele Betreiber derzeit ab und hoffen auf die unwahrscheinliche Transponderlösung. Hier sollte der Gesetzgeber schnell klarstellen, dass nur zugelassene und funktionierende Systeme der Pflicht zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung genügen.

Dann wird es endlich überall heissen: Dark Sky – Windkraft zum Verlieben.

 

Was sind das nur für Menschen

Immer wieder treffe ich auf Menschen, die alles negativ sehen: die Presse lügt, Photovoltaik ist umweltschädlich, überall Lobbyisten, Windkraft zerstört, niemand ist ehrlich, alle verdienen nur an ihrem Tun,,,

Woher nur kommt das? Meistens sind es ältere Herren, die sich so verzweifelt äussern. Hat unsere Gesellschaft so vielen Menschen die Luft zum Atmen genommen? Dabei muss in Deutschland niemand mehr hungern, die Kindersterblichkeit ist auf einem historischen Tiefstand, die Läden sind voll. Geht es uns zu gut?

Kann es sein, dass wir WEIL es uns so gut geht, immer unzufriedener werden?

Warum wird gerade über erneuerbare Energie soviel Lüge verbreitet? Wir Menschen haben unser Haus angezündet – überall brennt es, die Temperatur steigt und steigt. Und dann finden sich Leute, die behaupten, Windkraft sei umweltschädlich?

Und ich bin mir sicher, sie sind nicht gekauft. Genausowenig wie die Menschen, welche sich täglich mühen, dass immer mehr Energie aus Sonne und Wind gewonnen wird.

Aber warum sind so viele Menschen so empfänglich für falsche Nachrichten?

Sie könnten doch alles selbst nachrechnen… so schwer ist das doch garnicht mit den Kilowattstunden und den Tonnen Kohlendioxid und den Energiebilanzen… aber genau hier beginnt das Entsetzen: sie wollen es garnicht nachrechnen, garnicht verstehen. Es genügt, wenn es in der Zeitung steht. Oder wenn die Freunde es sagen. Oder die falschen Freunde.

Wir Menschen sind einfach faul. Was nicht gemacht werden muss, unterbleibt. Kenne ich nur zu gut. Aber wenn es um Wissen geht, um Nachhaltigkeit und Zukunft – dann ist unsere Faulheit tödlich.

Rechnet selbst nach! Lasst Euch nichts erzählen. Und bedenkt dabei, dass unsere Welt vielfältig miteinander verwoben ist. Einfache Erklärungen erklären nichts. Versucht Unsere Welt als Ganzes zu verstehen. Denn sie ist nicht teilbar.

Durch nichts.

Die Gesetze sprechen gegen eine Wasserstoffwirtschaft

Veröffentlicht in der Zeitschrift des DVGW als Editorial

Seit bald zehn Jahren erzeugt ENERTRAG Windgas, also Wasserstoff direkt aus Windenergie. Technische Probleme gab es dabei nie, die Anlagen laufen von selbst. Mit dieser Technologie schneiden wir die Fluktuationen vollständig aus der Erzeugung heraus und speichern die entsprechenden Energiemengen einfach ein. So können wir bedarfsgerecht Strom liefern und stellen mit dem Wasserstoff gleichzeitig einen Energieträger für die Dekarbonisierung von Mobilität, Wärme und Industie bereit. Klingt perfekt.

Warum aber gibt es bei der Speicherung erneuerbarer Energien in Wasserstoff aber noch immer keine weiteren Großanlagen? Warum wird nicht investiert? Warum werden weiterhin viele Milliarden Kilowattstunden abgeregelt und gleichzeitig Redispatchkosten im Milliardenbereich erzeugt? Wenn doch klar ist, dass das Stromsystem an seine Grenzen gestoßen ist und ohne Speicher nicht funktioniert, warum funktioniert „Nutzen statt Abriegeln“ nicht? Und wenn bekannt ist, dass das Gasnetz der größte Energiespeicher ist, den wir haben und der nicht erst teuer gebaut werden muss – warum nutzen wir das Gasnetz nicht zur Speicherung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien? Warum ist es nicht möglich, mehr als 2% Wasserstoff in Gasnetze einspeisen, welche von 30 Jahren noch über 50% Wasserstoffanteil transportierten? Und warum haben sich die regulatorischen Randbedingungen für Sektorkopplung in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert?

Im Grunde liegt das Problem darin, dass wir gewohnt sind, die Energiesektoren völlig getrennt zu leben und zu regeln. Während der Stromsektor massiv unter Dekarbonisierungsdruck steht, gilt das für alle anderen Sektoren bislang nicht. Dabei steht die Stromproduktion nur für ein Drittel der CO2-Emissionen.

Wenn aber Öl und Gas weiter munter importiert werden, wird es bei der Energiewende kein Stück mehr weitergehen. Der nächste Schritt muss vielmehr die Durchdringung aller Sektoren mit erneuerbare Energie sein. Dafür müssen die Spielregeln für alle Energiebereiche gleich sein. Dieser auch „level-playing-field“ genannte Ansatz ist grundlegend und umfasst folgendes:

– Gleiche Abgaben und Umlagen auf allen Energiearten pro deren CO2-Emission

– Abschaffung aller Abgaben und Umlagen sowie regulatorischen Hemmnisse bei der Umwandlung erneuerbarer Energie in speicherbare Energieträger

– Vollständige Technologieoffenheit sämtlicher Fördersysteme, solange sie überhaupt noch erforderlich sind

– grundlegende Änderung des Fördersystems nach dem EEG von „100% der Energie muss in das Umlagesystem“ hin zu „die Fluktuation muss in die Speicher“

– Abschaffung unnötiger technologischer Grenzen, insbesondere schrittweise Aufhebung der Begrenzung der Einspeisung von Wasserstoff in Gasnetze

Wir liegen weit hinter unseren technischen Möglichkeiten zurück. Power-to-Gas und Power-to-Heat könnten sofort hochskaliert werden, wenn die technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Beide Technologien sind die einzigen bekannten großtechnischen Flexibilisierungsoptionen für unser Energiesystem. Ohne sie geht es einfach nicht.

Reallabore sind nicht erforderlich, um Technologien dafür zu entwickeln. Diese gibt es längst. Der Sinn von Reallaboren kann nur darin bestehen, die vielen rechtlichen und regulatorischen Hürden für die Sektorkopplung ans Tageslicht zu fördern, bewußt zu machen und so schnell wie möglich Änderungen anzuregen. Die Partner aus Energiewirtschaft, Industrie und Kommunen stehen dafür bereit. Und die Technik ist längst reif für Wasserstoff.

4. Brandenburger Energiespeichertag

Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien wird Brandenburg seinen Anteil an der Energieerzeugung in Deutschland weiter erhöhen.

Die Erzeugung speicherbarer Energieträger aus erneuerbar gewonnenem Strom ist einfach.

Wie können dabei die Kostenvorteile erneuerbarer Energien genutzt werden?

Und was bedeutet das für die Reallabore? Hier die Veröffentlichung dazu im Themenmagazin.

1. Der wichtigste Kostenvorteil ergibt sich durch die Verzahnung aller Energiesektoren und deren Umstellung auf erneuerbare Energie. Dabei wird der Energieverbrauch auf ein Drittel des heutigen Wertes sinken. Energiewende bedeutet im Kern, dass Verbrennungskraftmaschinen mit hohen Verlusten durch hocheffiziente elektrische Antriebe und Brennstoffzellen ersetzt werden, weil Strom und Wasserstoff zu Primärenergieträgern werden. Damit ist eine erhebliche Kostenersparnis verbunden.

Reallabore demonstrieren Sektorkopplung ohne Verbrennungskraftmaschinen.

  • 2. Der derzeitige Netzausbau erhöht unnötig die Systemkosten. Die Regulierung der Stromnetz umfasst eine garantierte Eigenkapitalverzinsung von 9% für die Eigentümern der Netze. Dabei ist es weder sinnvoll noch erforderlich die öffentlichen Netze mit ihren teuren Sicherheitsanforderungen massiv für den Anschluß von Wind- und PV-Anlagen auszubauen. Verbundkraftwerke mit viel einfacheren eigenen Netzen sind der günstigere Weg. Dieser aber wird nicht eingeschlagen, weil es für die Betreiber der Windkraft- und PV-Anlagen billiger ist, den für sie kostenlosen aber für den Verbraucher teueren Netzausbau in Anspruch zu nehmen.

Reallabore sind am besten Verbundkraftwerke.

3. Ein erneuerbares Energiesystem braucht preiswerte Langzeitspeicher. Die eingespeicherten Energien müssen dabei mit mindestens 60% Nutzungsgrad wieder rückgewonnen werden können. Das ist mit folgenden Technologien möglich:

  • am einfachsten: Großwärmespeicher für die Nutzung von Energiespitzen
  • am wichtigsten: Wasserstoffspeicher für Mobilität und Wärme (Brennstoffzellen)
  • nicht zu vergessen: Wasserstoffspeicher für industrielle Nutzungen

Reallabore brauchen Langfristspeicher.

4. Um dies überhaupt zu ermöglichen muss die Einspeicherung von erneuerbarem Strom in Wärme- und Wasserstoffspeicher endlich lastenfrei gestellt werden. Es ergibt keinen Sinn, darauf EEG-Umlage zu erheben. Gasspeicher kosten weniger als 10% gegenüber Akkus. Gas aus erneuerbarer Energie rechnt sich aber nicht, weil darauf unsinnigerweise EEG-Umlage zu zahlen ist und so ein Wettbewerb mit Gas und Öl in Wärme und Mobilität nicht möglich ist. Die Wasserstoffgewinnung sollte vielmehr beim Bau neuer Wind- und Solaranlagen verpflichtend werden, um den Netzausbau zu minimieren. Denn das Gasnetz kann zu geringsten Kosten viel mehr Energie transportieren als das Stromnetz. Die Wandlung in speicherbare Energieträger muss daher in unmittelbarer Nähe der Erzeugung erfolgen. So können die Fluktuationen aus der Erzeugung herausgeschnitten werden, ohne das Netz zu belasten. Und so entsteht mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum.

Reallabore stehen in unmittelbarer Nähe zu Windkraft- und PV-Anlagen.

5. Der Neubau insbesondere von Windkraftanlagen dauert bis zu 10 Jahre, was offensichtlich viel zu lange ist. Auch grosse Solaranlagen erfordern jahrelange Planung. Um zügig Ergebnisse zu erlangen müssen also vorhandene Energieanlagen für Demonstrationsvorhaben einbezogen werden. So kann auch das in der Branche vorhandene Wissen umfänglich genutzt werden.

Reallaboren brauchen die heutigen Betreiber von Windkraft- und PV-Anlagen.

6. Wasserstoff- und Elektromobilität aus rein erneuerbaren Quellen muss so schnell wie möglich auf die Straßen und Schienen. Diese hat das Potenzial deutlich günstiger zu werden, als unsere heutigen Verbrenner. Auch das steigert die Akzeptanz.

Reallabore sind erneuerbare Mobilitätslösungen.

7. Akkumulatoren sind Kurzzeitspeicher. Es ist unmöglich, damit nennenswerte elektrische Speicherkapazitäten aufzubauen. Akkus sind allerdings für die Frequenzhaltung so gut geeignet, dass heute eine Förderung von Akkumulatoren bereits nicht mehr erforderlich ist – sie rechnen sich am Markt. Sicher sollten Reallabore auch Primärregeleinheiten auf Basis von Akkumulatoren umfassen, diese sollten aber zur Vermeidung von Marktverzerrungen nicht gefördert werden und auch nicht dem regulierten Bereich zugeordnet werden.

Reallabore fördern keine Akkumulatoren.

8. Die seit Jahren bestehenden Möglichkeiten, Windenergie statt abzuregeln vor Ort in den Windenergieregionen für die billige Heizung von Orten zu nutzen muss zügig angegangen werden. Dies ist eine der größten Akzeptanzmaßnahmen, spart der Bevölkerung teures Heizöl und uns allen CO2.

Reallabore nutzen Energiespitzen für Heizen und Kühlen.

9. Erneuerbare Energie kann und muss gut bezahlte hochqualifizierte Arbeit in den ländlichen Raum bringen. Dafür bedarf es finanzieller Anreize. Zum Beispiel könnte eine Windenergieabgabe eingeführt werden, welche ein Unternehmen mit den Lohnkosten seiner Mitarbeiter im ländlichen Raum verrechnen kann. Auch dies würde die Akzeptanz deutlich erhöhen.

Reallabore bringen Arbeit in ländliche Räume.

10. Die Ausweisung von Flächen für Windenergie muss auf deutlich erhöht werden. Etwa 4% der Fläche Deutschlands wird für Windenergie insgesamt benötigt – Brandenburg sollte einen höheren Anteil haben. Die Folge einer zu geringen Ausweisung ist die derzeitige Standortverknappung mit explodierenden Standortpreisen. Die Lasten tragen die Stromkunden und in den Dörfern entsteht sozialer Unfrieden, weil einige wenige unverdient reich werden.

Reallabore ermöglichen weitere Flächenausweisungen für erneuerbare Energie.

11. Flächenausweisungen erfordern kommunale Planung. Immer wieder zeigt sich, daß dort, wo keine Planung oder gar eine Verhinderungsplanung erfolgt, Unfrieden entsteht. Wo aber Unternehmen professionell mit Kommunen eine gemeinsame Bauleitplanung durchführen entstehen starke Mehrheiten für erneuerbare Energien, insbesondere auch für Windkraft.

Reallabore binden die Kommunen in die Planung ein.

12. Damit alle Energiesektoren gleichermassen CO2-frei werden, müssen alle Energieträger entsprechend ihrer CO2-Emission gleich belastet werden (level-playing-field). Solange fossile Energieträger deutlich geringer Abgaben und Umlagen zu tragen haben als erneuerbarer Strom kann Sektorkopplung unmöglich wirtschaftlich werden.

Reallabore sind von allen Abgaben und Umlagen auf Energie befreit, da sie kein CO2 erzeugen.

13. Der Einsatz von IT ist sicher auch für Reallabore sinnvoll und erforderlich. Er darf jedoch nicht im Vordergrund stehen. Mit Digitalisierung lässt sich Energie weder erzeugen, noch transportieren oder verteilen. Sofern aber eine Förderung (wie bei SINTEC) nur über wenige Jahre anteilig auf die Abschreibung der geförderten Anlagen erfolgt, würden nur IT-Projekte gefördert, welche innerhalb von 3-5 Jahren abgeschrieben werden. Energieanlagen mit Abschreibungsdauern zwischen 20 und 40 Jahren erhielten danach nur ca. 5% Förderung. Hier bedarf es anderer Förderrichtlinien, welche insbesondere auch anfänglich höhere (als im Vergleich zu fossilen Anlagen) Betriebskosten fördern.

Reallabore fördern unmittelbar Energieerzeugung, Speicherung und ihre hocheffiziente Nutzung.

14. Das Verbundkraftwerk Uckermark ist das erste Reallabor und wird seit 2000 systematisch ausgebaut. Es verfügt heute über 650 MW Leistung aus über 300 Windkraft-, Biogas und PV-Anlagen, zentral von einer Warte gesteuert. Wasserstofferzeugung und Wasserstoffspeicherung sind ebenso wie Rückverstromung bereits integriert und schnell ausbaufähig. Alle Anlagen sind über eigene LWL-Leitungen direkt erreichbar, was beste Voraussetzungen für eine stabile Regelung bietet. Eine 22-MW-Akkumulatoranlage zur Frequenzhaltung wird gerade in Betrieb genommen.

300 hochqualifizierte Mitarbeiter sind am Standort des Verbundkraftwerkes Uckermark tätig und sorgen für den täglichen Betrieb und kontinuierlichen Ausbau.

Das Verbundkraftwerk Uckermark bietet insgesamt ideale Voraussetzungen für die weitere Integration von Speichern, Gaseinspeisung und Wärmeauskopplung in einem ganzheitlichen Ansatz. Der Ausbau zu einem vollwertigen Kraftwerk, welches bedarfsgerecht Strom, Wärme und Treibstoff liefert geht hier zügig voran.

Mit dem Verbundkraftwerk Uckermark möchten wir dazu beitragen, dass Brandenburg als Reallabor zum bundesweiten Leuchtturm für Arbeitsplätze und Akzeptanz in der Energiewende wird.

Fliegen ist 100 mal umweltschädlicher als Bahnfahren

Der Energieverbrauch des Flugverkehrs in Deutschland beträgt etwas über 100 TWh (hier aus 389 PJ = 108 TWh auf S. 11 nachlesbar) für ca. 250 Mio. Passagiere. Das ergibt ca. 400 kWh pro Passagier.

Der Energieverbrauch des Bahnverkehrs in Deutschland beträgt ca. 16 TWh (das ist u.a. hier ablesbar, wobei dort auf S. 38 auch der Güterverkehr umfaßt ist) für über 2.2 Mrd. Passagiere (nur Deutsche Bahn). Das ergibt weniger als 7 kWh pro Passagier.

Der Flugverkehr benötigt also etwas das 400/7-fache oder etwa das 60-fache an Energie des Bahnverkehrs.

Während der Flugverkehr aber 100% fossile Energie verbraucht, ist der Bahnverkehr schon zu etwa 1/3 erneuerbar, da die Bahnen grösstenteils mit Strom fahren, welcher ca. 40% erneuerbare Energie enthält.

Das zusammengenommen bedeutet, dass der Flugverkehr pro Passagier 100 mal mehr CO2 ausstößt als der Bahnverkehr.

Möchte noch jemand einen Flug buchen?

Über unsere Verhältnisse

Der Wärmeinhalt der Ozeane hat sich seit 1985 um ca. 30*10^22 Joule (=Wattsekunden, Ws) erhöht*. Das entspricht einer mittleren Leistung über diese Zeit von 317 TW oder 317 Milliarden Kilowatt, wie folgende Formel zeigt:

\dfrac {30\times 10^{22}Ws}{\left( \dfrac {3600s}{h}\right) \left( 32a\right) \left( 8760\dfrac {h}{a}\right) \left( 10^{12}\right) }=317 TW

Die Bedeutung dieses Wertes ist nur zu verstehen, wenn man ihn ins Verhältnis zu unserem Energieverbrauch setzt. Dieser liegt bei 500 EJ/a, wobei ein EJ = ExaJoule = 10^18 Joule ist. Das sind 16 TW, wie hier ersichtlich:

\dfrac {500\times 10^{18}Ws}{\left( \dfrac {3600s}{h}\right) \left( 8760\dfrac {h}{a}\right) \left( 10^{12}\right) }=16TW

Diese 16 Terrawatt oder 16 Mrd. Kilowatt entsprechen etwa 2 Kilowatt pro menschlichen Erdenbewohner. Das verrückte dabei aber ist, daß die Leistung, mit welcher sich die Ozeane erwärmen 20 mal so groß ist, wie die Leistung unseres gesamten menschlichen Energiesystems. Man steckt 1 kWh rein und erhält 20 kWh! Dies ist kein perpetum mobile, sondern Ausdruck der gewaltigen Kraft, welche den Klimawandel hervorruft.

Dieses Verhältnis zeigt, wie sehr wir über unsere Verhältnisse leben.

Was auch folgendes Verhältnis zeigt:

Die Energie der über Nagasaki abgeworfenen Kernwaffe lag bei 21 kT TNT = 21.000.000 kg TNT. Ein kg TNT entspricht ca. 4,2 MJ.

Setzt man die o.g. Energie, um welche sich die Ozeane in den letzten 30 Jahren erwärmt haben, ins Verhältnis zur Energie der Nagasakibombe, so erhält man 3.4 Bomben pro Sekunde:

\dfrac {30^{22}Ws}{21000000kg\left( 4,2\times 10^{6}\dfrac {Ws}{kg}\right) \left( 32a\right) \left( 8760\dfrac {h}{a}\right) \left( 3600\dfrac {s}{h}\right) }=\dfrac {3,4}{s}

Das ist ein einigermaßen gruseliges Ergebnis: über 3 Plutoniumbomben der Nagasakiklasse PRO SEKUNDE sind dieselbe Energie, welche die Ozeane derzeit erwärmt.

Da scheint es eher erstaunlich, dass der Klimawandel nicht schneller vorangeht.

*Anmerkung: Dies entspricht übrigens einer mittleren Erwärmung der oberen 2000 m Wassertiefe von 0,1 Grad Celsius, was sich wie folgt aus 12742 km Erddurchmesser, 70% Anteil der Wasseroberfläche an der gesamten Erdoberfläche, der Dichte des Wasser von 1000 kg/m^3 und der Wärmekapazität des Wasser von 4182 Joule/kg/K ergibt:

\pi \left( 12742\times 10^{3}m\right) ^{2}\times 2000m\times 70\% \times 1000\dfrac {kg}{m^{3}}\times 4182\dfrac {W_{s}}{kg\cdot K}\times 0,1K=30\times 10^{22}Ws

Wie teuer darf der Kohleausstieg werden?

Ein guter zweistelliger Milliardenbetrag, heist es, sei für den Kohleausstieg nötig. Das bedeutet, dass die 82,79 Millionen Einwohner unseres Landes gemeinsam für jeden Einzelnen der 0,02 Mio. Kohlekumpel über 1 Mio. € bezahlen. Ist es das wert?

Und das, obwohl die Kohlekraftwerke in den nächsten Jahren aufgrund der steigenden Preise für CO2-Zertifikate auch ganz ohne Entschädigung wegen Unwirtschaftlichkeit von selbst und ganz ohne Entschädigung vom Netz gehen werden. Auch die in Rede stehenden 600 Mio. € pro Gigawatt (600 € pro Kilowatt) Entschädigung für die Stilllegung von Kohlekraftwerken, entsprechen über 50% der Neubaukosten von von heutigen Windkraft- oder Solaranlagen.

Dabei ist es ein Irrglaube, daß die Energiewende immer noch die Strompreise erhöht. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Summe aus Börenstrompreis und Alt-EEG-Umlage liegt heute bei ca. 9 ct/kWh, während die tatsächlichen Kosten erneuerbare erzeugten Stromes aus Neuanlagen bei 6 ct/kWh liegen. Der Neubau fossiler Kraftwerke wäre sogar noch teurer. Das bedeutet ganz klar: Erneuerbar ist längst billiger als alle „Alternativen“. Je schneller der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgt, desto günstiger wird es für die Stromkunden.

Demzufolge ist auch die geplante Entlastung der energieintensiven Industrie von angeblichen Mehrkosten reine Geldverschwendung. Schnell den Anteil billiger erneuerbarer Energie auch für diese Industrien zu erhöhen ist der sinnvollere Weg. Und wenn es geopolitisch nötig sein sollte, darüber hinaus diese Industrien zu fördern, dann bitte offen und direkt aus dem Staatshaushalt und nicht verdeckt zu Lasten der Allgemeinheit.

Und eines noch: das Letzte, was die hoch qualifizierten Menschen in den Kohleregionen brauchen, sind neue Behörden. Die Menschen dort können Ihr Wissen viel besser für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen, denn für Energie und Maschinenbau sind sie perfekt ausgebildet. Es wäre ein Jammer, diese Fähigkeiten in der Verwaltung zu verschleissen.