Wasserbatterien und Pumpspeicher

Immer wieder werden Lösungen zur Energiespeicherung vorgeschlagen, welche auf der Speicherung von Energie in Form von Lageenergie des Wassers beruhen. Das sind klassische Pumpspeicherwerke ebenso wie die Idee der Wasserbatterie. Bei letzterer sollen in möglichst grosser Tiefe (Meer oder Hambacher Loch) Tanks installiert werden, aus denen das Wasser herausgerückt werden soll. Wenn es dann wieder unter großem Druck (aufgrund der Tiefe) in die Tanks strömt, kann es Turbinen antreiben. Die Speicherkosten sollen dabei 2 ct/kWh betragen.

Rechnet man diese Kosten nach, so sieht man schnell, dass die Rechnung davon ausgeht, dass der Speicher mindestens einmal täglich geladen und entladen werden muss, um diese geringen Kosten zu erreichen. Dass allerdings ist mit Akkumulatoren inzwischen auch fast machbar – bei Preisen von 200 €/kWh für Akkus und 6000 Ladezyklen ergeben sich Kosten von 3,3 ct/kWh.

Das Problem besteht aber darin, dass Tagesspeicher in einer Welt erneuerbarer Energie garnicht benötigt werden. Erneuerbarer Strom muss nämlich entweder sofort verbraucht werden oder aber über Wochen und Monate für Engpasszeiten eingespeichert werden. Betreibt man Pumpspeicher oder Wasserbatterien nicht im Tagesrhytmus, sondern im Monatstakt, dann verdreißigfachen sich die Kosten pro Kilowattstunde auf 60 ct/kWh – ein Preis, den sicher niemand zahlen möchte, weil es anders, z.B. mit Wasserstoff, günstiger geht.

Dazu kommt, dass grosse zentrale Speicher enorme Netzausbaukosten verursachen würden, sollten sie PV-Strom aufnehmen wollen. Denn dieser Strom muss ja irgendwie zum Speicher kommen. Und gerade die PV-Spitzen weisen nur wenige hundert Volllaststunden auf, viel zu wenig, um ein Netz zu refinanzieren.