Dunkelflaute

Dunkelflaute ist das Wort, welches genussvoll zum Ausdruckt bringt, daß ein Energiesystem ohne Großkraftwerke nicht denkbar sei. Nun, dem ist nicht so, aber das Wort bringt es dennoch auf den Punkt: Es gib in den nördlichen Breiten Wochen fast ohne natürliches Energieangebot, wenig Wind und fast keine Sonne. Die Zeiträume können bis zu einem Monat umfassen.

In diesen Zeiten wird natürlich nichts eingespeichert, sondern im Gegenteil, der in Zeiten hohen Energieangebotes eingespeicherte Wasserstoff wird nun nicht nur zum Fahren, Heizen und für Industrieprozesse benötigt, sondern eben auch zur Stromerzeugung.

Der tägliche Strombedarf in Deutschland liegt bei 1,5 TWh. Über 20 Tage könnten bis zu 30 TWh benötigt werden, um eine längere Dunkelflaute zu überbrücken.

Wie hier bei der Aufstellung der Energiebilanz gezeigt, stehen ca. 5% der erneuerbar erzeugten Strommenge (66 TWh) für die Rückverstromung zur Verfügung, also mehr also reichlich. Und bekanntlich ist die dafür nötige Speicherkapazität im vorhandenen Gasnetz bereits vorhanden. Technisch ist die Dunkelflaute damit besiegt.

Und was kostet das? Nun, sicher ist der Preis der einzelnen Kilowattstunde zur Dunkelflaute sicher der höchste Preis des Jahres und mag in der Erzeugung bei 20 ct/kWh liegen. Doch für die KOSTEN des Energiesystems sind nicht Spitzen-PREISE in Engpaßzeiten relevant, sondern eben die Gesamtkosten über die Zeit, in welche eben auch die extrem geringen Energiekosten zu Zeiten hohen Energieangebots eingehen. Und so läßt sich, wie hier unter Energiekosten beschrieben, daß ein erneuerbares Energiesystem aufgrund des sich auf 1/3 verringernden Primärenergieverbrauches nicht mehr kostet als unser heutiges verschwenderisches Energiesystem. Trotz Dunkelflaute.