Rahmenbedingungen

Mindestens fünf Rahmenbedingungen sind wichtig für die Energiewende:

1. hoher CO2-Preis

2. langfristig sichere Finanzierbarkeit der Anlagen

3. Klare Ausbauziele

4. Ermöglichung der Energiespeicherung

5. Freistellung der Eigenversorung

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1. Ein fairer CO2-Preis von 200 €/t CO2, siehe hier

2. Langfristig sichere Finanzierbarkeit: dadurch können die Anlagen langfristig mit geringsten Zinsen finanziert werden, so dass ihrer Produktionskosten minimal werden. Das bedeutet, dass für den Neubau von Anlagen das derzeitige EEG-System die beste Lösung ist, bis erneuerbare Energien den Löwenanteil der Energieversorgung tragen und die Betreiber neue Anlagen dann ihrem Bestand heraus finanzieren können.

3. Klare Ausbauziele: 6-7 GW Wind und 12-14 GW PV

4. Energiespeicherung: Eine besondere Rolle kommt dabei der Herstellung speicherbarer Energieträger wie Kraftstoffe und Wärme zu. Den EE-Erzeugern muss es freigestellt sein, selbst solche Energieträger herzustellen und zu verkaufen, sofern dies für sie günstiger ist, als den Strom in das Netz einzuspeisen. Dadurch wird das Stromsystem stabilisiert, weil Fluktuationen verschwinden. Da die Umwandlung von EE in speicherbare Energieträger wiederum langfristige Investitionen erfordert, ist nicht zu erwarten, dass dem Strommarkt dadurch kurzfristig große Energiemengen entzogen werden. Die Langsamkeit dieser Prozesse stellt sicher, dass aufgrund von Energieträgergewinnung schwindende Stromeinspeisemengen durch neu ausgeschriebene EE ausgeglichen werden.

Wenn es den Bietern in Auktionen freigestellt bleibt, künftig am Markt für speicherbare Energieträger teilzunehmen und daraus einen Mehrerlös zu erzielen, ergibt sich eine klare win-win-Situation. Denn so entsteht ein hoher Mehrwert für  Systemstabilität und CO2-Minderung im Verkehr-, Industrie- und Wärmesektor.

Es ist auch richtig, dass ein im Zuge der Ausschreibungen bezuschlagter Anlagenbetreiber nicht mehr in die sonstige Direktvermarktung wechseln darf.  Es muss dabei nur (siehe oben) klargestellt werden, dass der Betreiber weiterhin nach eigener Entscheidung Strom im Rahmen der Sektorkopplung noch vor dem Netzverknüpfungspunkt für Anwendungen, die einen bestehenden Stromverbrauch nicht nur zeitlich verschieben, selbst oder durch Dritte nutzen darf.

5. Die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie ist ebenfalls sehr wichtig, denn gerade die Eigenversorgung setzt enormes schöpferisches Potenzial frei, wenn Unternehmen und Bürger ihren Energiebedarf optimal an die erneuerbare Erzeugung anpassen. Der Rechtsrahmen sollte hier keinerlei regulatorische Eingriffe vornehmen. Wichtig ist lediglich, dass die Kosten für eine trotz Eigenversorgung verbleibende Restmenge an gesicherter Leistung, welche von Selbstversorgern aus dem öffentlichen Netz bezogen werden, angemessen hoch sind.  Daher dürfen Netzentgelte nicht im Arbeitspreis enthalten sein, sondern müssen in zwei Teilen gezahlt werden:

A) als Preis pro beanspruchter gesicherter Leistung. Damit würde die Überbrückung von Engpässen finanziert.

B) als Preis pro beanspruchter maximaler Einspeise- oder Bezugsleistung. Hiermit würde der Netzausbau bezahlt.

Eine solche Regelung wäre intelligenter als die derzeit auf Eigenverbrauch anzuführende EEG-Umlage und würde zügig optimale Selbstversorgermodelle hervorbringen.