Arbeit mit Energie

Die Gewinnung der großen Energiemengen, die uns ein angenehmes Leben ermöglichen, ist mit viel Arbeit verbunden. Für Energie geben wir jährlich ca. 190 Mrd. € aus.

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Für die 1200 TWh, welche Deutschland an erneuerbarer Stromerzeugung benötigt, sind bei Erträgen von mindestens 500.000…1.000.000 kWh pro Hektar zwischen 12.000 und 24.000 Quadratkilometer oder 4…8 % der Landesfläche nötig, etwa hälftig für Windenergie und Photovoltaik (PV vor allem Dächer und Gebäudeflächen).

Der Wert der erzeugten erneuerbarer Energie beträgt etwa 5 ct/kWh im Mittel. Mulitpliziert mit o.g. Ertrag pro Hektar ergibt sich ein Wert von 25.000 bis 50.000 €/ha.

Die Landwirtschaft setzt dagegen um die 2.700 €/ha um, was sich aus ca. 40 Mrd. € landwirtschaftlichem Umsatz und ca. 150.000 Quadratkilometer landwirtschaftlicher Nutzfläche ergibt. Die Erträge pro Fläche aus Energie sind also 10-20 mal höher, als aus landwirtschaftlicher Tätigkeit. Das schafft völlig neue wirtschaftliche Möglichkeiten für den ländlichen Raum.

Gleichzeitig schafft insbesondere Windenergie ein Vielfaches an Arbeitsplätzen gegenüber der Kohle, denn

a) die Arbeitsintensität ist bei gleichem Lohn doppelt so hoch*

b) aufgrund der Sektorkopplung verdoppelt sich die Stromerzeugung bis 2050 von 600 auf 1200 TWh, wovon mind. 600 TWh auf Windkraft entfallen werden. Das ist das vierfache der Braunkohlenverstromung von ca. 150 TWh im Jahr 2019.

 

*die zeigt beispielhaft ein Vergleich zwischen Vattenfall und ENERTRAG:

Vattenfall verfügte über 7800 Mitarbeiter und hatte einen Personalaufwand von 456 Mio.€, also 58.000 € pro Mitarbeiter (incl. Prämien, Sozialabgaben und Steuern). Damit wurden 70 TWh Strom erzeugt, was 110 Mitarbeitern pro TWh entspricht (Zahlen für Vattenfall Mining+Generation, aus „Bedeutung der Braunkohle  in Ostdeutschland“, Prognos 2010, Seite 14, im Auftrag von Vattenfall Europe AG).

ENERTRAG hatte 2017 450 Beschäftige und einen Personalaufwand von 26 Mio. €, was ebenfalls 58.000 € pro Mitarbeiter ergibt. Die Stromerzeugung von 2,1 TWh entspricht hier jedoch 210 Mitarbeitern pro TWh – also etwa doppelt soviele Beschäftigte pro Stromerzeugung.