Das letzte Aufgebot der Verbrenner

Als begeisterter Leser der Frankfurter Allgemeinen packte mich am letzten Wochenende das blanke Entsetzen: eine ganze Beilage warb dafür, den Verbrennungsmotoren noch eine Chance zu geben. Mit sehr fragwürdigen Argumenten. Und verantwortet von im Sinne des Klimaschutz verantwortungslosen Akteuren. Warum lässt sich die gute alte FAZ dafür mißbrauchen?

Der ganze Text suggeriert, dass es möglich sei, weiter Benziner und Diesel zu fahren – man müssen den Treibstoff nur CO2-frei herstellen. Entschuldigung – aber das ist Bluff. Erneuerbare Energie funktioniert nur wegen ihren extrem hohem Wirkungsgrad von 80%. In einer Welt der erneuerbaren Energien gibt es nahezu keine Energieverluste. Wo denn auch? Es gibt keine Auspuffe, keine Kühltürme, die Gigawatt in die Atmosphäre blasen, keine Schornsteine… nein, es gibt nur Strom und Wasserstoff, die sich beide nahezu verlustfrei nutzen lassen.

Ich verstehe ja, dass die Hersteller der verlustreichen Verbrenner unglücklich sind, dass ihr Geschäft wegbricht. Ich weiss auch, dass Carnot, der Begründer dieser Technologien, ein genialer Mensch war. Aber der Verbrenner ist so tot wie die Dampfmaschine. Und es ist traurig, wenn die FAZ sich dafür bezahlen lässt, diese Untoten zu unser aller Lasten uns weiter würgen zu lassen.

Es folgt der kommentierte Text der Veröffentlichung…

Ein Gedanke zu „Das letzte Aufgebot der Verbrenner“

  1. Herzlichen Dank für die mutige Klarstellung!

    Aus IWÖ (Institut für Wärme und Oeltechnik) wurde 2020 IWO (Institut für Wärme und Mobilität). Dort heißt es:
    „Technologieoffenheit und die freie Wahl des Energieträgers müssen die Richtschnur für Energieeinsparung und Klimaschutz sein.“

    Die Technologieoffenheit hat es im deutschen Heizungsmarkt seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. „Das Denkverbot für Strom im Heizungsmarkt wurde mit der Wärmepumpe wieder aufgehoben“ schrieb kürzlich eine Fachzeitschrift.

    Schön, dass jetzt Technologieoffenheit herrscht!
    Wieso die allerdings „Richtschnur für Klimaschutz“ sein soll, erschließt sich leider nicht.

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